Europas Rolle bei den Vereinten Nationen

Europaflagge Bild vergrößern (© picture-alliance/beyond/Andreas Bröckel)

Mit dem Inkrafttreten des Vetrags von Lissabon am 1. Dezember 2009 hat die Europäische Union die Europäische Gemeinschaft ersetzt. Die Europäische Union hat von diesem Datum an alle Rechte und Pflichten der Europäischen Gemeinschaft übernommen, darunter seinen Status innerhalb der Vereinten Nationen – wobei sie weiterhin alle bestehenden Rechte und auferlegten Pflichten der Europäischen Gemeinschaft beibehält.

Der Vetrag von Lissabon hat die internationale Vertretung der Eruopäischen Union vereinfacht und ihr Kontinuität verliehen. Die Herausbildung eines Europäischen Auswärtigen Dienstes unter der Leitung der Hohen Vertreterin Catherina Ashton dient der Verbesserung der strategischen Ausrichtung, Geschlossenheit und Effektivität europäischer Außenpolitik – und erlaubt somit die Verbesserung der Kooperationsmöglichkeiten mit internationalen Partner, insbesondere den Vereinten Nationen.

Die Europäische Union arbeitet auf mehreren Ebenen mit den Vereinten Nationen zusammen. Zum einen tragen ihre Mitgliedsstaaten mit etwa 40% einen beachtlichen Teil zum Budget der Vereinten Nationen bei. Zum anderen ist die Europäische Union stark im Bereich des Krisenmanagements in die Arbeit der Vereinten Nationen eingebunden, etwa im Bereich der friedenserhaltenden Maßnahmen, beispielsweise Althea in Bosnien und Heregowina oder EUPOL in Afghanistan, oder im Bereich der Soforthilfe, zuletzt nach dem Erdbeben in Haiti und den Überschwemmungen in Pakistan.

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