Entwicklung und Armutsbekämpfung
Bild vergrößern
Flüchtlingslager in Kabul, Afghanistan
(© dpa - Report)
Jeden Tag sterben Tausende Kleinkinder – an Hunger, an Krankheiten, durch Gewalt und Kriege. Mehr als eine Milliarden Menschen auf der Welt müssen von weniger als einem US-Dollar pro Tag leben. Armut führt zu Verteilungskämpfen und Flüchtlingsbewegungen, bildet einen Nährboden für organisierte Kriminalität und Extremismus. Armut bedroht die Stabilität und Sicherheit ganzer Regionen.
Die Förderung des sozialen Fortschritts und eines besseren Lebensstandards in größerer Freiheit gehört seit der Gründung der Vereinten Nationen im Jahr 1945 zu deren Kernaufgabe. Die Vereinten Nationen sind für alle Bemühungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen zentral.
Mit der Annahme von acht sogenannten „Millennium Development Goals“ im Jahr 2000 haben sich 189 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen klare Ziele gesetzt: unter anderem soll die Anzahl der Menschen die in extremer Armut leben bis zum Jahr 2015 halbiert werden und es soll allen Kindern eine Grundschulausbildung ermöglicht werden.
Deutschland unterstützt diese Ziele ausdrücklich. In den vergangenen zehn Jahren wurde das Budget für entwicklungspolitische Maßnahmen nahezu verdoppelt. Deutschland zählt zu den drei weltweit größten Gebern an Entwicklungshilfe. Dabei ist das Ziel der deutschen Entwicklungshilfe immer Hilfe zur Selbsthilfe: wir wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Bildung und Unternehmertum sich entwickeln können, Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und am wirtschaftlichen Wohlergehen teilhaben können und sie letztlich in einem stabilen und sicheren Umfeld leben können.