Frieden und Sicherheit
Regionale Konflikte, fragile oder zerfallende Staaten, bewaffnete Konflikte, Terrorismus und organisierte Kriminalität – sie alle haben gravierende Auswirkungen auf die Menschen, die unter ihnen leiden . Und sie bedrohen die Sicherheit und Stabilität ganzer Regionen und Völker.
Die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit ist die Kernaufgabe der Vereinten Nationen. Um den Frieden zu wahren, wurde mit der Charta der Vereinten Nationen ein System kollektiver Sicherheit geschaffen – mit dem Sicherheitsrat als zentralem Gremium. Der Sicherheitsrat trägt die erste Verantwortung für die Erhaltung des internationalen Friedens und der Sicherheit.
Der Sicherheitsrat besteht aus 15 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, darunter den fünf ständigen Mitgliedern China, Frankreich, Russland, den USA und dem Vereinigten Königreich. Deutschland wurde am 12. Oktober 2010 von der Generalversammlung als nicht-ständiges Mitglied des Sicherheitsrats für den Zeitraum 2011/12 gewählt.
Deutschland beteiligt sich konstant und aktiv an den Bemühungen der Vereinten Nationen für Frieden und Sicherheit, unter anderem durch den Einsatz von nahezu 7.000 Soldaten und Soldatinnen im Rahmen von Friedenseinsätzen, die der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mandatiert hat. Als viertgrößter Beitragszahler zum Haushalt für Friedenserhaltende Maßnahmen der Vereinten Nationen trägt Deutschland bedeutend zur Finanzierung der „Blauhelme“ bei.
Die Bundesregierung ist überzeugt, dass die heutigen komplexen Herausforderungen nicht durch militärische Mittel allein gelöst werden können. Deshalb liegt der deutsche Schwerpunkt gleichermaßen auf Konfliktverhütung, Friedenserhalt und Friedensbildung.