Frauenrechte und Gleichstellung

Sexueller Missbrauch, Frauenhandel, häusliche Gewalt, Zwangsheirat und Genitalverstümmelung, sind Menschenrechtsverletzungen, die fast ausschließlich Frauen und Mädchen betreffen. Darüber hinaus führen traditionelle Werte, Rollen- und Verhaltensmuster häufig auch zu geschlechtsspezifischen Benachteiligungen im Bereich der wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Rechte, beispielsweise beim Zugang zu Nahrung, Bildung oder zum Gesundheitswesen.

Der Schutz von Frauen und die Verbesserung ihrer Menschenrechtssituation ist ein zentrales Aktionsfeld deutscher Menschenrechtspolitik. Ziel ist es, Frauenrechte in unserer Außen- und Entwicklungspolitik zu stärken, auf bilateraler Ebene und ebenso im Kontext der Europäischen Union und der Vereinten Nationen.

Zur Förderung der Frauenrechte unterstützt das Auswärtige Amt eine Vielzahl von spezifisch auf die Gleichberechtigung der Geschlechter ausgerichteten Menschenrechtsprojekten wie auch Projekte zur guten Regierungsführung, Bildung und Gesundheit in verschiedenen Ländern und Regionen.

Im Vordergrund steht dabei die Aufklärungsarbeit in Zusammenarbeit mit lokalen Nichtregierungsorganisationen. Beispiele solcher Projekte sind Bildungsarbeit zu Frauenrechten in Nicaragua und der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien, die Unterstützung von Maßnahmen zur Prävention von Gewalt gegen Frauen in Peru, Bolivien, Ecuador und Paraguay, die Förderung der politischen Teilhabe von binnenvertriebenen Frauen in Kolumbien, die Beratung bei der Umsetzung von wirtschaftlichen und sozialen Rechten von Frauen in Marokko sowie beim Zugang zur Justiz in Kambodscha, die Förderung des Frauenwahlrechtes in Côte d‘Ivoire oder auch Existenzgründungsseminare für Kurdinnen im Irak.

Frauenrechte und Gleichstellung

Mädchenschule in Kabul

Deutschlands nationaler Aktionsplan zu Sicherheitsratsresolution 1325

Deutschlands nationaler Aktionsplan zur Umsetzung von Sicherheitsratsresolution 1325 für den Zeitraum 2013 – 2016