Frieden und Sicherheit

Millionen von Menschen leiden weltweit unter bewaffneten Konflikten, Terrorismus und organisierter Kriminalität. Die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit ist die Kernaufgabe der Vereinten Nationen. 

Zu diesem Zweck wurde mit der Charta der Vereinten Nationen ein System kollektiver Sicherheit geschaffen – mit dem Sicherheitsrat als zentralem Gremium. Er trägt die primäre Verantwortung für den Erhalt von Frieden und Sicherheit. Dieser Aufgabe kommt der Sicherheitsrat unter anderem durch die Verabschiedung rechtlich bindender Resolutionen sowie in Fällen einer Bedrohung des Weltfriedens auch durch die Autorisierung von Zwangsmaßnahmen gegen einzelne Staaten nach. Der Sicherheitsrat besteht aus 15 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, darunter den fünf ständigen Mitgliedern China, Frankreich, Russland, den USA und dem Vereinigten Königreich. In den Jahren 2011/12 gehörte Deutschland dem Sicherheitsrat zum fünften Mal seit seinem Beitritt 1973 als nichtständiges Mitglied an.

Deutschland beteiligt sich konstant und aktiv an den Bemühungen der Vereinten Nationen für Frieden und Sicherheit, unter anderem durch den Einsatz von rund 6.000 Soldatinnen und Soldaten, Polizeikräften und zivilen Experten im Rahmen internationaler Einsätze, die der Sicherheitsrat mandatiert hat. Als viertgrößter Beitragszahler zum Haushalt für Friedenserhaltende Maßnahmen der Vereinten Nationen trägt Deutschland außerdem bedeutend zur Finanzierung der „Blauhelme“ bei.

Die Bundesregierung ist überzeugt, dass die heutigen komplexen Herausforderungen nicht allein durch militärische Mittel gelöst werden können. Deshalb liegt ein deutscher Schwerpunkt gleichermaßen auf Konfliktverhütung, Friedenserhalt und Friedensbildung.

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