Humanitäre Hilfe

Naturkatastrophen und kriegerische Konflikte haben die Zahl der Personen, die weltweit auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, in den letzten Jahren stetig steigen lassen. Einem funktionierenden internationalen humanitären System kommt daher immer größere Bedeutung zu.

Die Organisationen der Vereinten Nationen gehören – etwa durch das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars (UNHCR), durch das Kinderhilfswerk (UNICEF) oder das Welternährungsprogramm (WFP) – neben der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und den Nichtregierungsorganisationen zu den wesentlichen Akteuren der humanitären Hilfe.

Im Mittelpunkt der Bemühungen zur Mobilisierung und Koordinierung der humanitären Hilfe steht das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), unter Leitung des Nothilfekoordinators der Vereinten Nationen, der zugleich  den Nothilfefonds der Vereinten Nationen (CERF) verwaltet. Dieser Fonds hat zum Ziel, den Vereinten Nationen ein frühzeitiges Eingreifen in humanitären Krisen zu ermöglichen und die Reaktion auf unterfinanzierte Krisen zu stärken.

Die Bundesregierung beschränkt sich in ihrer Unterstützung nicht nur auf die Bereitstellung finanzieller Mittel. Sie setzt sich in den einschlägigen internationalen Gremien und Foren auch dafür ein, das Gesamtsystem der internationalen humanitären Hilfe – mit den Vereinten Nationen im Zentrum – effizienter und effektiver zu machen.

Wirksame Hilfeleistung setzt zunächst einen Konsens der Staatengemeinschaft über grundlegende Fragen der humanitären Hilfe voraus, zum Beispiel ungehinderten Zugang zu Krisengebieten und Akzeptanz der humanitären Akteure. Das Leitprinzip der Bundesregierung ist, dass sich humanitäre Hilfe ausschließlich an den Erfordernissen der Notlage orientiert. Die Bundesregierung ist dabei den humanitären Prinzipien der Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit verpflichtet. Hierfür ist ständiger Dialog zwischen Geberländern und Staaten, die von humanitären Krisen betroffen sind. Foren hierfür sind die Generalversammlung und der Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen, wo thematische Resolutionen verhandelt werden, die als internationale Leitlinien dienen.

Die Bundesregierung unterstützt humanitäre Soforthilfe, insbesondere auch Hilfe für Flüchtlinge und Binnenvertriebene. Darüber hinaus fördert sie in zunehmendem Umfang Maßnahmen der Katastrophenvorsorge - dadurch können Folgen von Naturkatastrophen bereits im Vorfeld abgemildert und menschliches Leid sowie materielle Schäden vermindert werden.

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"Jeder Dollar, der in Krisenprävention investiert wird, spart bis zu sieben Dollar für humanitäre Nothilfe". Obwohl diese Schlussfolgerung inzwischen weltweit akzeptiert wird, wenden humanitäre Akteur...

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