Krisenprävention

"Jeder Dollar, der in Krisenprävention investiert wird, spart bis zu sieben Dollar für humanitäre Nothilfe". Obwohl diese Schlussfolgerung inzwischen weltweit akzeptiert wird, wenden humanitäre Akteure nach wie vor weniger als zwei Prozent für Vorsorgemaßnahmen („Preparedness“) auf.


Die Bundesregierung ist überzeugt, dass wirksame Hilfsmaßnahmen oft schon vor Eintritt einer Krise ansetzen können. Beispiele hierfür sind die Ausbildung von Ersthelfern, die Verbesserung von Krisenreaktionsplänen, Investitionen in krisenresistente Infrastruktur oder das frühzeitige Einlagern humanitärer Hilfsgüter in beginnenden Krisensituationen.


In den Verhandlungen der einschlägigen Resolutionen der VN-Generalversammlung und des Wirtschafts-und Sozialrats (ECOSOC) setzt sich Deutschland für eine stärkere Berücksichtigung des Vorsorgegedanken in der humanitären Hilfe ein. Seit 2011 hat Deutschland eine Reihe von Treffen zwischen humanitären Organisationen, betroffenen Ländern und Geberländern organisiert, um konkrete Empfehlungen zur Stärkung von „Preparedness“ zu erarbeiten. Die Ergebnisse dieser Treffen bilden die Grundlage für eine internationale Konferenz im Juni 2013 in Berlin, die Leitlinien für eine vorausschauendere humanitäre Hilfe erarbeiten soll.