Fonds und Programme der Vereinten Nationen

Die Vereinten Nationen bilden zusammen mit den Sonderorganisationen und den Programmen und Fonds das so genannte "System der Vereinten Nationen".

Die Fonds und Programme sind die eigentlichen Entwicklungsorganisationen der Vereinten Nationen. Dies sind unter anderem das Entwicklungsprogramm (UNDP), das Welternährungsprogramm (WFP), das Büro des Hochkommmisars für Flüchtlinge (UNHCR), der Bevölkerungsfonds (UNFPA), das Kinderhilfswerk (UNICEF), das Programm für Frauen und Gleichstellungsfragen (UN Women), das Umweltprogramm (UNEP), das gemeinsame Programm zu HIV/AIDS (UNAIDS) und das Freiwilligenprogramm (UNV). Die Fonds und Programme werden aus freiwilligen Beiträgen finanziert.

Die Sonderorganisationen, unter anderem die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), die Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Organisation für Industrielle Entwicklung (UNIDO), haben in erster Linie die Aufgabe, internationale Standards und Normen zu bilden und diese gegebenenfalls zu überwachen. Sie werden aus Pflichtbeiträgen der Mitglieder, entsprechend einer vereinbarten Skala, finanziert. Darüber hinaus führen sie in geringerem Umfang Entwicklungsvorhaben durch und erhalten dafür freiwillige Beiträge. Sie sind mit den Vereinten Nationen durch Verträge verbunden, werden aber durch eigene Organe ihrer Mitgleider gesteuert.

Die Gründung von UN-Women im Jahr 2010 stellt einen wichtigen Reformschritt innerhalb der VN-Struktur dar. Vier verschiedene Organisationen, die sich mit der Frage der Gleichstellung von Frauen und Männern befassten, wurden dafür zusammengelegt.