Allianz gegen Ebola – Deutschlands Beitrag

Allianz gegen Ebola – Deutschlands Beitrag

Beim Kampf gegen Ebola hat sich die internationale Gemeinschaft einer neuen, komplexen Herausforderung gestellt und signifikante Erfolge erzielt. Die Fallzahlen sinken stetig und nachhaltig. Wichtigste Herausforderung ist nun der Übergang von der humanitären Nothilfe zum Wiederaufbau und zur langfristigen Stabilisierung der betroffenen Länder. Als Sonderbeauftragter der Bundesregierung leitet und koordiniert Botschafter Walter Lindner, ehemaliger Afrikadirektor und Krisenbeauftragter des Auswärtigen Amtes, alle Hilfsmaßnahmen.

Unsere Ziele:

·        Ebola besiegen und Patienten behandeln

·        Ebola isolieren, nicht die betroffenen Länder

·        Die betroffenen Länder stabilisieren

·        Nachhaltig helfen: Gesundheitssysteme wieder aufbauen und krisenfester machen

·        Globale Vorsorge treffen: neue internationale Strukturen zur Bewältigung von Epidemien schaffen

Unsere Maßnahmen:

Finanzielle Hilfe:

·        161,7 Millionen Euro.

·        Umfangreiche Beiträge an UNMEER, WHO, UNICEF, OCHA, WFP, ECHO

·        Unterstützung des Ebola-Einsatzes zahlreicher deutscher und internationaler Nichtregierungsorganisationen

Logistik:

·        Luftbrücke der Bundeswehr nach Monrovia, Conakry und Freetown. Bislang ca. 200 Tonnen Hilfsgüter transportiert

·        Wasserversorgung von Ebola-Behandlungszentren in Sierra Leone durch das THW

·        Bereitstellung, Betrieb und Wartung von Notstromaggregaten für Krankenhäuser durch das TW

·        400 Spezialmotorräder zum Transport von Blutproben 

·        14 LKWs zur logistischen Unterstützung des Kampfes gegen Ebola in Sierra Leone 

·        Wartung und Reparatur von Spezialkrankenwägen durch das THW

Prävention:

·        Übergabe und Betrieb von Ebola-Untersuchungslaboren in den betroffenen und umgebenden Ländern, Ausbildung von Labortechnikern

·        Innovatives Radioprogramm der Deutschen Welle zur Aufklärung

·        Unterstützung für Aufklärungskampagnen verschiedener Nichtregierungsorganisationen

·        Aufbau eines Schulungszentrums in Mali

Behandlung:

·        Medizinische Behandlung von bislang 4 infizierten internationalen Ebola-Helfern in Deutschland

·        Bereitstellung des weltweit modernsten Medevac-Transports für schwerstkranke Ebola-infizierte deutsche und internationale Helfer

·        Ausstattung und Betrieb eines SITTU-Behandlungszentrums (Ebola-Triage und ebola-freie Behandlung schwerer Infektionskrankheiten)in Monrovia/Liberia durch das Deutsche Rote Kreuz und die Bundeswehr

·        Ausbau und Unterstützung des Betriebs des Behandlungszentrums Kenema in Sierra Leone

·        Unterstützung des John-F-Kennedy-Krankenhauses in Monrovia durch Triage, Logistik und medizinische Ausbildung

·        Unterstützung der Triage von UNMIL/Monrovia

Einsatz von deutschem Personal und freiwilligen Helfern:

·        Bereitstellung von Personal des THW für WFP-Logistik-Cluster im Rahmen der UNMEER-Mission.

·        Rekrutierung von einigen Hundert Freiwilligen (v.a. medizinisches Personal)

·        Zielgerichtete Ausbildung der Freiwilligen durch Rotes Kreuz/Missionsärztlichen Dienst und Bundeswehr (Ausbildung steht unseren EU Partnern offen)

·        Helfer vor Ort

·        Flexibler Einsatz entsprechend der Entwicklung der Fallzahlen

Humanitäre Hilfe:

·        Versorgung von unter Quarantäne stehenden Personen mit Nahrungsmitteln

·        Nahrungsmittelversorgung und Schutz für Kinder in den betroffenen Ländern

·        Betreuung von Ebola-Waisen in familiären Strukturen in SOS-Kinderdörfern

Forschung:

·        Bereitstellung zusätzlicher Mittel für die Entwicklung und Erprobung von Impfstoffen

Langfristige Hilfe

·        Deutschland als einer von wenigen bilateralen Gebern in allen drei am stärksten von der Krise betroffenen Staaten präsent

·        Fortgesetzte Entwicklungszusammenarbeit durch 165 lokale Kräfte in allen 3 Ländern

·        Investitionen und schnell wirkende Maßnahmen in den Bereichen Gesundheit, Ernährungssicherung, Bildung, Infrastruktur

Weiterentwicklung der europäischen und internationalen Zusammenarbeit:

·        Aufbau eines gemeinsamen Pools medizinischer Experten („Weißhelme“)

Allianz gegen Ebola – Deutschlands Beitrag

Ärzte ohne Grenzen